Unsere Verdauung in direkter Verbindung zum Gemüt
Im menschlichen Organismus gibt es mehr Mikroorganismen (mikrobielle Zellen) als menschliche Zellen und das in einem geschätzten Verhältnis von 10 zu 1. Die meisten der ca. 100 Billionen Bakterien siedeln sich im Magen-Darm-Trakt an. Ist alles im ökologischen Gleichgewicht, sorgen die Darmbakterien für eine intakte Verdauung und Stärkung des Immunsystems. Gibt es starke Veränderungen im Darmmikrobiom (Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm) können Darmentzündungen, Darmtumore bis hin zu Darmkrebs, Adipositas (Fettleibigkeit), Arthritis, Diabetes und auch bestimmte Formen des Morbus Alzheimer, Autismus und psychischen Krankheiten wie Depressionen und Schizophrenie in ihrer Entstehung gefördert werden.
Im sprachlichen Gebrauch und von unseren Vorfahren übermittelt, spiegelt sich genau das wider, was wir schon längst um diese Verbindung wissen. Etwas "liegt uns schwer im Magen" oder "schlägt uns auf den Magen", wir haben ein "schlechtes Bauchgefühl" oder unser "Bauchgefühl sagt..." Rein wissenschaftlich kann diese Verbindung schon seit über 100 Jahren nachgewiesen werden. In unseren Gedärmen ist ein eigenes Netz aus Nervenzellen (das enterische Nervensystem), das über den Vagusnerv mit dem Gerhirn verbunden ist.
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