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Die stille Hormonrevolution - humanidentische versus synthetische Hormone

Die zwei meist gefürchtetsten, evolutions- und hormonell bedingten Umbruchsphasen im Laufe eines Menschenlebens (auch bei einigen Tierarten zu finden) sind die Pubertät und die Wechseljahre. Bei uns Menschen leiden die Frauen besonders unter den Wechseljahren. Der Einklang mit den monatlichen Zyklen kommt zum Erliegen, die „fruchtbaren“ Jahrzehnte neigen sich dem Ende zu und die körpereigene Produktion der Sexualhormone nimmt ab. Doch auch Männern bleibt diese Phase nicht erspart. Die durch den Hormonmangel verursachten typischen Beschwerden sind u.a. Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Haarausfall und bei Männern und Frauen gleichsam auftretende depressive Verstimmungen, Leistungsabfall, Muskelabbau und abfallende Libido.

Die Hormonersatztherapie gelang in den letzten Jahren immer mehr wegen der Nebenwirkungen und ihrer Unwirksamkeit in Verruf. Der Grund ist mit einem Vergleich leicht erklärt:

Die Entwicklung der Hormontherapie hat einige Parallelen zur Geschichte der Antibabypille. „Die Pille“ galt in den sechziger Jahren als revolutionär und leistete einen immensen Beitrag zur Emanzipation und zum selbstbestimmten Leben der Frauen. Mit der Zeit nahm die Kritik an den teils wesensverändernden und in den extremsten Fällen lebensbedrohlichen Nebenwirkungen stark zu. Die Dosierungen der synthetischen Hormone in der Pille waren standardisiert ohne Rücksicht auf die individuellen Parameter der Frauen wie Hormonwerte, Alter, Gewicht, Größe usw. Die Forschung hat sich hier leider kaum bewegt, eine Weiterentwicklung und eine individuelle Abstimmung auf den weiblichen Organismus hat bis heute nicht stattgefunden. Für die Pharmaindustrie sind diese Investitionen wahrscheinlich nicht so lukrativ, da eine individuelle Substitution nicht patentierbar ist.

Ähnlich erging es der synthetischen Hormonersatztherapie. Trotz wissenschaftlicher Beweise über die Wirksamkeit z.B. der künstlichen synthetischen Östrogene in der Hormonersatztherapie machte der Gynäkologe Dr. Rimkus (Erfinder der Rimkus-Kapsel und Pionier der humanidentischen Hormonersatztherapie) die Erfahrung, dass die meisten seiner Patientinnen unzufrieden über die Wirksamkeit waren und die Behandlungen schlecht vertrugen. Erschwerend kam hinzu, dass es immer mehr Studien über die drei-bis sechsfach erhöhten Brustkrebsraten, das Ansteigen von Herzkreislauferkrankungen oder das erhöhtes Risiko für Schlaganfall und von Thrombosen gab. Also musste eine Alternative her!


Entdeckung und Ablauf der humanidentischen Hormonersatztherapie

Die Lösung lag in der bereits 1943 durch den Biochemiker Russel Marker entdeckten mexikanischen Yamswurzel: das Diosgenin, eine cholesterinähnliche Substanz, welche im Labor zu den Sexualhormonen Progesteron und weiter auch zu Testosteron oder Östradiol umgewandelt werden kann. Einmal im Labor hergestellt unterscheiden sich diese Hormone dann nicht mehr vom Original. Das ist der akribischen Vorarbeit des Gynäkologen Dr. Rimkus, der in seiner Praxis über Jahrzehnte den individuellen Hormonstatus seiner Patienten ermittelt und die Wechselwirkung der Hormone untereinander ernster betrachtet hat, zu verdanken. Bis dahin lag der Schwerpunkt der Therapie ausschließlich bei der Gabe des Hormons Östrogen, respektive dem, was durch die pharmazeutischen Molekülexperimente als östrogenähnliche Wirkstoffe auf den Markt gebracht wurde.

Die Kombination von Östrogen, Progesteron und Testosteron konnte nun ohne die bekannten Nebenwirkungen der chemischen pharmazeutischen Präparate auf den Organismus wirken.

Vor Beginn der Hormontherapie wird durch Blutabnahme am 21. Tag des weiblichen Zyklus der Hormonspiegel bestimmt. Damit wird sichergestellt, dass nur die notwendigen Mengen an Hormonen dem Körper zugeführt werden. Anfangs wird der Hormonspiegel alle 3-6 Monate kontrolliert, bis der individuelle Hormonbedarf mit der entsprechenden Verabreichung der jeweiligen Hormondosierung erreicht ist. (Bei der sonst üblichen synthetischen Hormonersatztherapie ist eine Laborkontrolle zur Bestimmung des individuellen Hormonbedarfs gar nicht möglich, da die Steuerungshormone der Hirnanhangsdrüse auf die chemischen Hormone nicht ansprechen, denn die Hormone der Hirnanhangsdrüse reagieren bezüglich ihrer Ausschüttung wie auf eine natürliche Hormonproduktion.)

Es werden dem Körper ausschließlich natürliche, humanidentische Hormone zugesetzt, welche vom Körper selbst auch noch im Alter, allerdings nicht ausreichend, produziert werden. Nach dem Erstellen des Hormon-Befundes durch ein spezialisiertes Labor und eines ärztlichen Rezeptes wird in hierfür speziell ausgebildeten Apotheken die Rimkus-Kapsel mit der ganz individuellen Hormonzusammensetzung manuell zusammengestellt.


Die Sexualhormone

Wie wichtig die Hormone für unser Wohlbefinden sind, bekommen wir meist erst mit, wenn die perfekt aufeinander abgespielte Hormonproduktion und -regulation aus dem Gleichgewicht ist. Um so wichtiger ist hier eine gute Aufklärung, welche Hormone für welche Aufgaben in unserem Organismus zuständig sind und welche möglichen Auswirkungen der Mangel an Hormonen haben kann, bei Frauen und Männern:

Wirkung und Mangelerscheinung bei Frauen

Östradiol ist eines von drei Östrogenen und hat unter ihnen den weitreichendsten Einfluss auf den weiblichen Körper. Es wird im Ovar aus den Steroidhormonen Progesteron und Testosteron gebildet. Östradiol spielt, zusammen mit Progesteron, eine zentrale Rolle bei der Regulation des Menstruationszyklus. Es fördert u.a. die Proliferation des Endometriums und der Mamma, wirkt zervix-erweiternd und wasserspeichernd, stimuliert den Kollagen- und Knochenstoffwechsel, schützt vor Haarausfall, spielt eine Rolle in der Herzinfarktprophylaxe, hat antidepressive sowie antioxidative Wirkung, greift in die Temperaturregulation des Körpers ein und erhält nicht zuletzt die Libido. Wie auch beim Progesteron unterliegt der Östradiolspiegel zyklusbedingt ausgeprägten Schwankungen.

Mangel an Östradiol: Da mit Älterwerden und dem Eintritt in die Menopause die Hormonproduktion des Ovals versiegt, kommt es zu einer eklatanten Mangelsituation der zentralen Steroidhormone, welche weitreichende Auswirkungen auf die Lebensqualität der Frau hat. Leistungsfähigkeit und Lebensfreude sinken massiv, es treten Hitzewallungen, Schlafstörungen, Haarausfall und Depressionen auf, die betroffenen Frauen nehmen an Gewicht zu (der Stoffwechsel verlangsamt sich) und es kann zu Atrophie der Schleimhäute und Verlust der Libido kommen.

Progesteron gehört als wichtigster Vertreter der Gruppe der Gestagene. es handelt sich um ein Steroidhormon, das vor der Menopause in den Zellen des Gelbkörpers und der Plazenta gebildet wird, nach der Menopause lediglich und in vergleichsweise geringen Mengen in der Nebennierenrinde. Progesteron wird aus Cholesterin synthetisiert. Progesteron reguliert zusammen mit Östradiol vor allem den weiblichen Menstruationszyklus, den Knochenstoffwechsel (Osteoporoseprophylaxe!), die Kollagensynthese, schützt vor Endometrium - und Mamma-Karzinom, senkt die Insulinresistenz (antidiabetogene Wirkung), fördert die Immunabwehr, wirkt antithrombotisch und libidofördernd. Außerdem beeinflusst es den Wasserhaushalt (und damit den Blutdruck; über Aldosteron) , antientzündliche Vorgänge sowie die körpereigene Schmerzunterdrückung. Progesteron ist als Vorstufe vieler anderer Steroidhormone der Dreh- und Angelpunkt im Steroidhormonstoffwechsel.

Ein Progesteronmangel äußert sich in erster Linie in den klassischen Wechseljahresbeschwerden wie unregelmäßigem Zyklus, Hitzewallungen, Schlaf- und Gedächtnisstörungen, Depression, Leistungsschwäche, Verlust von Lebensfreude , Haarausfall, Stoffwechselverlangsamung mit Gewichtszunahme, Schleimhautatrophie sowie Libidoverlust. Da es sich bei Progesteron um der Vorläufer anderer Steroidhormone handelt, sind bei Progesteronmangel zwangsläufig weitere steroidgesteuerte Prozesse deutlich beeinträchtigt. Hierzu zählen Wasserhaushalt (und damit der Blutdruck über Aldosteron), anti-entzündliche Vorgänge sowie die körpereigene Schmerzunterdrückung (über Cortisol) und nicht zuletzt die Auswirkungen des Mangels an den Sexualhormonen Testosteron und Östrogen, was sich ebenfalls in den klassischen Wechseljahresbeschwerden äußert.

Das Androgen Testosteron ist eine Steroidhormon und wird bei er Frau zum größten Teil in den Ovarien und einem geringen Teil in der Nebennierenrinde über verschiedene Zwischenstufen (unter anderem Progesteron) aus Cholesterin gebildet. Die übergeordnete Regulation der Testosteronsynthese erfolgt über das Leuteinisierende Hormon (LH), das in der Hypophyse gebildet wird. Die Frau besitzt nur etwa ein Zehntel der Testosteronmenge des Mannes.

Testosteron ist zwar vornehmlich als männliches Geschlechtshormon bekannt, erfüllt jedoch auch bei der Frau wichtige physiologische Aufgaben wie z.B. Fettspeicherung und Muskelaufbau aufgrund seiner anabolen Wirkung, es fördert den Knorpel- und Knochenaufbau, steuert die Lebenslust, die Leistungsfähigkeit und die Libido, führt zu vermehrter Bildung von Erythrozyten und spielt auch eine Rolle bei der Vorbeugung von Depression und Herzkrankheiten.


Wirkung und Mangelerscheinung bei Männern

Östradiol ist vornehmlich als weibliches Geschlechtshormon bekannt, erfüllt jedoch beim Mann wichtige physiologische Aufgaben wie z.B. den Erhalt von Leistungsfähigkeit, Regulierung des Serotoninstoffwechsels und damit Schutz vor Altersdepression, Erhalt von Libido und Potenz sowie zur Osteoporoseprophylaxe.

Der Mangel an Östadiol äußert sich beim Mann in erster Linie in den klassischen Beschwerden des Klimakterium virile (Andropause) wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, erektiler Dysfunktion sowie Libido- und Potenzverlust, aber auch in Depression, Leistungsschwäche, Verlust der Lebensfreude, Gedächtnisstörungen, Haarausfall, Stoffwechselverlangsamung mit Gewichtszunahme und Veränderung der Schleimhäuten.

Progesteron ist bedeutsam für die Kollagensynthese, den Knochenstoffwechsel, wirkt cholesterinsenkend und schützt vor Altersdiabetes, fördert die Lipolyse , stimuliert den Schlaf, wirkt antidepressiv, fördert die Funktion der Schilddrüse, stärkt die Immunabwehr , wirkt antithrombotisch und libidofördernd. Weiterhin schützt es vor Prostatavergrößerung und Prostatakarzinom, stabilisiert Zink- und Kupferspiegel, beugt Altersdemenz vor, regt das Wachstum der Kopfhaare an und schütz die Schwannschen Scheiden. Außerdem beeinflusst es den Wasserhaushalt und antientzündliche Prozesse sowie köpereigene Schmerzunterdrückung. Progesteron wirkt grundsätzlich nicht feminisierend auf Männer.

Ein Progesteronmangel äußert sich in erster Linie in den klassischen Beschwerden des Klimakterium virile (Andropause) wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, erektiler Dysfunktion sowie Libido- und Potenzverlust, aber auch in Depression, Leistungsschwäche, Verlust der Lebensfreude, Gedächtnisstörung , Haarausfall, Stoffwechselverlangsamung mit Gewichtszunahme und Veränderung der der Schleimhäute. Da es sich bei Progesteron um den Vorläufer anderer Steroidhormone handelt sind bei einem Progesteronmangel zwangsläufig weitere steroidhormongesteuerte Prozesse deutlich beeinträchtigt. Hierzu zählen der Wasserhaushalt (und damit der Blutdruck, über Aldosteron), antientzündliche Vorgänge sowie die körpereigene Schmerzunterdrückung (über Cortisol) und nicht zuletzt die Auswirkungen des Mangels an de Sexualhormonen Testosteron und Östrogen, was sich ebenfalls in den klassischen Wechseljahresbeschwerden äußert.

Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und spielt eine entscheidende Rolle sowohl bei der Entwicklung als auch der Erhaltung des männlichen Phänotyps (Virilisierung), erfüllt jedoch darüber hinaus weitere wichtige Aufgaben: Es fordert den Knorpel- und Knochenaufbau, steigert die Lebenslust, die Leistungsfähigkeit und die Libido, führt zu vermehrter Bildung von Erythrozyten und spielt auch eine Rolle bei der Vorbeugung von Depression und Herzkrankheiten.


Im Klinischen Institut Temedos® haben wir sehr gute Erfahrungen mit der Humanidentischen Hormonersatztherapie für Frauen und Männer gleichermaßen machen dürfen. Neben ausführlicher Aufklärung und Begleitung durch den leitenden Arzt Dr. Dietmar Peikert und der jahrelangen Zusammenarbeit mit hierfür spezialisierten Laboren und Apotheken ist eine ganzheitliche und vielschichtige Betreuung gewährleistet.

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