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Häufiger krank? Die Psychoneuroimmunologie liefert neue Erkenntnisse


Ein ganz besonderes Teamplay

Für die Gesunderhaltung von uns Menschen hat die Evolution ein machtvolles Zusammenspiel zwischen dem Nerven-, dem Hormon- und dem Immunsystem vorgesehen. Das scheint allein dem Ziel, unseren Organismus vor Gefahren und Stressoren zu schützen, zu dienen. Kommt das gut ausbalancierte Gleichgewicht zwischen diesen einzelnen Systemen ins wanken, können Störungen im Stoffwechsel stattfinden und akute und chronische Erkrankungen auftreten. Die traditionelle Wissenschaft war bis vor Kurzem der Ansicht, dass das Immunsystem autonom funktioniert. Mittlerweile gibt es immer mehr Erkenntnisse und Nachweise darüber, dass die Kommunikation zwischen den Systemen sowie die Balance zwischen ihnen entscheidend für ein allgemeines Gleichgewicht sind. Die Psychoneuroimmunologie hat sich auf diese relativ neueren Erkenntnisse spezialisiert, denn bereits unsere Vorfahren in der Antike wussten: Körper und Seele sind eine Einheit!


Sinnvolle Reaktionen bei akutem Stress

Sind wir physischem oder psychischem Stress ausgeliefert, wird unser Sympathikus unmittelbar aktiviert. Er ist der Teil des autonom arbeitendem Nervensystems, der uns optimal auf Gefahren reagieren lässt. Seine Devise lautet: Flucht oder Kampf! Die Muskelspannung ist erhöht, die Atem-und Herzfrequenz sind gesteigert und die Verdauungstätigkeit ist verringert. Die Ausschüttung der Stresshormone – vor allem Adrenalin und Noradrenalin – steigt um ein Zehnfaches. Zur Unterstützung bei der Abwehr der physischen oder psychischen Stressreize bitten die ausgeschütteten Botenstoffe die Zellen des Immunsystems um Hilfe. Um den Organismus zu verteidigen, lösen sie nun lokale Entzündungen aus. Ist man der Gefahrenzone entkommen, reguliert sich das System wieder und das Immunsystem kommt in Folge zur Ruhe.


Dauerstress – das Immunsystem wird überlastet

Sind wir starkem Dauerstress ausgeliefert, kann das negative Auswirkungen auf die Reaktion des Immunsystems haben. Stressbedingte Entzündungen können dann vom Organismus nicht mehr eingedämmt werden. Das körpereigene Abwehrsystem wird unterdrückt, was z.B. durch einen erhöhten Kortisonspiegel sichtbar wird. Auch veränderte Hormon- und Entzündungswerte sind nachweisbar. Das Risiko für Infekte und Allergien, oder andere Erkrankungen wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Rheuma und Arthritis, steigt erheblich.


Auch unser Empfinden, unser Denken und unser Fühlen beeinflussen das Immunsystem. Ängste, Einsamkeit oder Depressionen haben eine enorm schwächende Wirkung auf unser Immunsystem. Auch zu wenig Schlaf, mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung sind nicht förderlich. Ob wir uns letztendlich von einem Virus anstecken lassen oder nicht, das hängt sehr viel mehr als viele es vermuten von unser emotionalen Verfassung ab. Eine positive Lebenseinstellung, vertrauensvolle Beziehungen sowie die Unterstützung durch ein soziales Umfeld, sowie ein guter Schlaf, sportliche Aktivitäten und eine ausgewogene Ernährung haben definitiv eine das Gesamtsystem stärkende Wirkung. Die Auswirkungen dieser Faktoren sind messbar und daher nachweislich. Die Folge ist: die Entzündungswerte sind deutlich geringer und die Regulation von Immunzellen (Leukozyten) wird effektiver.

Unterstützung zur Selbstheilung

Eine positive Lebenseinstellung, Optimismus und Entspanntsein sind schön und gut, aber wie gelangen wir gerade dann, wenn wir Dauerstress ausgesetzt sind, an diese förderlichen Persönlichkeitseigenschaften? Die Art, wie wir uns unbewusst in Stresssituation begeben oder in diesen nicht adäquat geschweige denn auflösend handeln können, weil negative Glaubensätze unser unterbewusstes Handeln bestimmen, nennt man „eingefrorene Muster“. Sie haben eine extrem ungünstige Wirkung auf unser Immunsystem. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga und autogenes Training sind sicherlich eine gute Möglichkeit, um zur Ruhe zu kommen. Ganzheitlich wirksamer und langfristig effektiver sind jedoch unterstützende Therapieverfahren wie z.B. die Hypnose- oder Körpertherapie. Mit der Hilfe von qualifizierten Therapeuten kann man den Kern der Probleme bearbeiten. Derartige Therapiemethoden werden besonders dann unerlässlich, wenn die Stresssensitivität aufgrund von Traumata so stark gestört ist, dass die Entzündungsherde im Organismus nicht mehr auf einem normalen Weg eingedämmt werden können.

In unserem Klinischen Institut bei Temedos®machen wir neben der schulmedizinischen Abklärung von körperlichen Krankheitssymptomen seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit den effektiven und unterstützenden Therapieverfahren wie der Hypnosetherapie, dem Erlernen von Selbst-Hypnose, der prozessorientierte Körpertherapie, der Akupunktur sowie auch der Ernährungsberatung.

Passend zum Thema gibt es eine hochspannende ARD-Sendung:

https://www.planet-wissen.de/sendung-starkes-immunsystem-100.html (Sendung vom 07.01.2020)


Stress-Spirale mit Beeinflussung des Immunsystems (Peikert© 2016)

Psychoneuroimmunologie: Wie akuter Stress das Immunsystem schwächt
Infografik: Wie Dauerstress das Immunsystem schwächt
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